Kompressionsstrümpfe
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Was bedeutet Kompressionsversorgung?

Kompression als Therapie kommt unter anderem bei Venenleiden, Ödemen und nach Operationen zum Einsatz. Ihr Facharzt (Phlebologe, Angeologe) stellt die Diagnose und entscheidet über die Therapie.
Bei Notwendigkeit kann er medizinische Kompressionsstrümpfe verordnen. 
Das Sanitätshaus Ilse in Bochum ist Ihr leistungsfähiger Partner im Bereich der Kompressionsversorgung. Sie werden bei Ilse von geschultem Personal vermessen, und anschließend mit Produkten für Ihre individuellen Bedürfnisse versorgt.

Muskelaktivität  und Venensystem

Die Venen in unseren Beinen müssen täglich knapp  7.000 Liter Blut zum Herzen zurücktransportieren –  und das entgegen der Schwerkraft. Eine starke Leistung! Um den Höhenunterschied von rund eineinhalb Metern zu überwinden, hat die Natur die Venen mit speziellen  Klappen ausgestattet. Diese Venenklappen arbeiten wie Rückschlagventile und sind wie kleine Segel ringsum  an der Venenwand verankert. Fließt das Blut also durch den Druck der Gelenk- und Muskelpumpen aufwärts, öffnen sich die Klappen. Will es aufgrund der Schwerkraft zurücksacken, bleiben sie geschlossen.

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Die Venenklappen spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Ausprägung von Krampfadern. Sind diese „Rückschlagventile“ defekt, kann das Blut nicht mehr zielgerichtet zum Herzen gepumpt werden. Stattdessen versackt es im Bein und erweitert die Venen. Meistens werden Krampfadern zuerst an den Unterschenkeln sichtbar.


 

Welche Risikofaktoren  können ein Venenleiden  beeinträchtigen?

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Venenerkrankungen erblich bedingt sind, ist durchaus gegeben. Achten Sie deshalb darauf, ob weitere Mitglieder Ihrer Familie ähnliche Symptome aufweisen. 
  • Bei Übergewicht oder chronischer Verstopfung erhöht sich der Druck auf den Bauchraum und die Venen werden zusätzlich belastet. 
  • Langes Sitzen und Stehen beeinträchtigen die Venen – nur bei Bewegung funktionieren die Gelenk- und Muskelpumpen optimal. 
  • Genussmittel wie Alkohol können die Gefäße erweitern und den Blutfluss beeinträchtigen. Hormonumstellungen, die bei Schwangerschaften, Geburten oder der Einnahme der Pille auftreten, beeinflussen die Venen.
  • Mit steigendem Lebensalter kann die Funktion der Venen ebenfalls beeinträchtigt sein.

 

Das Lipödem – die Fettverteilungsstörung

Lipödeme sind kein „Reservefett“ durch Übergewicht, sondern eine Fettverteilungsstörung an Ober- und Unterschenkeln sowie im Hüftbereich. Dabei handelt es sich um eine erhöhte Anzahl an krankhaft veränderten Fettzellen. Da fast ausschließlich Frauen Lipödeme haben, vermuten Experten hormonelle Ursachen.In einigen Fällen sind ebenfalls die Arme betroffen. Lipödeme treten stets symmetrisch auf. Dabei kommt es zu „säulenartigen“ Veränderungen und Deformierungen der Beine, typisch sind die Reiterhosen an Po und Hüften. Dehnt sich die Erkrankung weiter nach unten aus, spricht man von „Suavenhosen“, da die Deformierungen in der Regel am Fußknöchel enden, das Fett jedoch überlappt.Lipödeme sind schmerzempfindlich gegenüber Druck und Berührung. Im fortgeschrittenen Stadium verursachen bereits enger anliegende Kleidungsstücke Schmerzen.


 

Das Lymphödem – Stau im Gewebe

Das Lymphgefäßsystem trägt maßgeblich dazu bei, dass unser Körper jeden Tag „funktioniert“: Die Lymphgefäße sind wie eine Art Netz im gesamten Körper verteilt. Sie sammeln, transportieren und filtern die in der Gewebsflüssigkeit gelösten Stoffe. Das können zum Beispiel Bluteiweiße, Nahrungsfette, Stoffwechselprodukte oder Entzündungsprodukte sein. Es rückt in den Vordergrund, wenn es beeinträchtigt ist – zum Beispiel durch ein Lymphödem.Mit der richtigen Therapie und einer positiven Einstellung kann der Alltag weitgehend normal gestaltet werden. Es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten, die Lymphödeme reduzieren und konstant halten.


 

Wie wirkt ein Kompressionstrumpf?

Wie wirkt ein medizinischer Kompressionsstrumpf?

Der medizinische Kompressionsstrumpf ist ein unverzichtbarer Baustein in der Venentherapie. Er besteht aus einem speziellen kompressiven Gestrick, das einen exakt definierten Druckverlauf aufweist (abnehmend vom Fuß hinauf zum Oberschenkel).
Dieser Druck verengt den Venendurchmesser. Die defekten Venenklappen können sich wieder schließen und es versackt nicht mehr so viel Blut in den Beinen.

 


 

Wie häufig sollte ein Kompressionsstrumpf getragen werden?

Hier gibt es nur eine Antwort für den optimalen Therapieerfolg: Täglich!
Am besten wird der Strumpf täglich morgens nach dem Aufstehen angezogen, denn dann sind die Beine noch nicht angeschwollen.

Tipp: Die Wirksamkeit von Kompressionsstrümpfen lässt bei täglichem Tragen und Waschen nach sechs Monaten nach. Ihr Arzt kann Ihnen dann bei medizinischer Notwendigkeit ein neues Paar verordnen. 


 

Kompressionsstrümpfe - Tipps für Beruf und Alltag

Es gibt viele Möglichkeiten, das Venensystem zu unterstützen beziehungsweise zu entlasten. 

Treppensteigen 
Verzichten Sie nach Möglichkeit auf den Aufzug und nutzen Sie stattdessen die Treppe zur Venengymnastik.
Richtig sitzen
Versuchen Sie, die Unterseite der Oberschenkel möglichst wenig zu belasten. Lassen Sie die Beine nicht baumeln.
Auf der Stelle laufen
Sie arbeiten viel im Stehen? Laufen Sie zwischendurch einfach auf der Stelle. Sie können dabei weiterarbeiten und entlasten dennoch Ihre Venen.
Schweres Heben vermeiden
Durch schweres Heben wird das Blut nach unten gedrückt und die Venen werden zusätzlich belastet. Versuchen Sie, schweres Heben zu vermeiden und nutzen Sie einen Rollkoffer, zum Beispiel beim Einkaufen.


Tipps und Tricks zum Anziehen von Kompressionsstrümpfen

Wenn Sie einen Kompressionsstrumpf ohne Anziehhilfe anlegen, ziehen Sie den Strumpf am besten auf links und streifen ihn dabei Stück für Stück am Bein entlang hoch.
Abschließend überprüfen Sie den kompletten Strumpf oder die Strumpfhose noch auf richtigen Sitz.

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So waschen Sie Ihre Kompressionsstrümpfe

Um die Funktionsfähigkeit Ihrer Kompressionsstrümpfe zu erhalten, sollten Sie sie täglich waschen, am besten abends nach dem Ausziehen. Waschen Sie die Strümpfe entweder von Hand mit einem speziellen Handwaschmittel  (z. B. medi clean) oder mit einem Feinwaschmittel in der Maschine (Schongang bei 40 Grad). Verzichten Sie auf Weichspüler und optische Aufheller. Zum Trocknen legen Sie die Strümpfe einfach an die Luft oder in den Wäschetrockner (Schongang).


Bewegung hält das Venensystem fit

Für eine gesunde Venenfunktion ist regelmäßige Bewegung sehr wichtig. Fehlt sie, kann es dazu kommen, dass die  sogenannte Muskelpumpe ihre Wirkung nicht entfaltet. Denn immer, wenn Sie sich bewegen, drückt die Beinmuskulatur die Venen zusammen und unterstützt diese dabei, das Blut zum Herzen zu pumpen.Ohne den Muskeldruck dehnen sich die Venen  aus und die Venenklappen können nicht mehr richtig schließen – das Blut versackt in den Beinen und die Venen leiern aus. Müde, schwere Beine, Spannungsgefühle, Schwellungen, Besenreiser  oder Krampfadern können die Folge sein.Hat ein Arzt Ihnen aufgrund eines Venenproblems medizinische Kompressionsstrümpfe verordnet, dann sollten Sie diese auch beim Sport tragen.

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Häufig gestellte Fragen

Antwort: Bei einem rundgestricktem Strumpf variiert die Maschengröße, aber nicht die Maschenanzahl, er ist nahtlos. Ein rundgestrickter Strumpf ist elastischer als ein flachgestrickter Strumpf. Bei einem flachgestricktem Strumpf variiert die Maschenanzahl aber nicht die Maschengröße. Zudem hat der flachgestrickte Strumpf eine Naht. Bei den Indikationen Lymphödem oder Lipödem kann man mit flachgestrickten Strümpfen therapieren.

Antwort:. Waschen Sie die Kompressionsstrümpfe täglich um die Funktionsfähigkeit zu erhalten. Reinigen können Sie die Stützstrümpfe per Hand oder in der Maschine bei max. 30° im Schongang mit Feinwaschmittel.

Antwort: Medizinische Kompressionsstrümpfe können Sie auf Rezept alle 6 Monate bzw. 2 x im Kalenderjahr erhalten.

Antwort: Kompressionsstrümpfe können unter Ausnahmen beim Schwimmen getragen werden. Sie sollten anschließend sofort ausgewaschen werden um Rückstände von Chlor oder Salzwasser zu entfernen. Es gibt von den Herstellern jedoch keine Garantie, dass das Material nicht angegriffen wird.

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